{"id":1265,"date":"2012-12-13T18:00:24","date_gmt":"2012-12-13T17:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.findelmundo.de\/wp\/?p=1265"},"modified":"2013-04-11T11:04:55","modified_gmt":"2013-04-11T09:04:55","slug":"nationalpark-safari","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.findelmundo.de\/wp\/2012\/12\/nationalpark-safari\/","title":{"rendered":"Nationalpark-Safari"},"content":{"rendered":"<p>Guanacos. Guanacos, Guanacos, Guanacos. Und noch mehr Guanacos. Und Nandus. Nicht so viele, aber mehr als bisher auf der Reise auf einem Fleck. Bis zur Nationalparkgrenze.<\/p>\n<p>Wir haben uns ein Auto gemietet, da die Strecke Schotterpiste sein soll und wir sicher mehrere Tage br\u00e4uchten f\u00fcr die fast 400 km \u201eRundfahrt&#8220;. Der Park liegt etwa 80-100 km von Puerto Natales entfernt und wir fahren von Osten \u00fcber eine recht gute Stra\u00dfe heran, die bis Cerro Castillo sogar noch asphaltiert ist. Danach kommt (noch) guter Schotter. Vom Wind merken wir nichts im Auto, aber sicherlich weht eine leichte Brise. Dann kommen die ersten Berge zum Vorschein und wir halten an, um den Ausblick zu genie\u00dfen. Kein Verkehr, kein Wind, blauer Himmel mit ein paar kleinen Schleierwolken. Gr\u00fcne Wiesen, durch die an manchen Stellen die Erde durchguckt, gelbe, wei\u00dfe und vor allem rosa Blumen. Und weit hinten die Torres. Spitz nach oben aufragend, das m\u00fcssen sie sein. Daneben alpine Berge mit Schnee. Wir fahren weiter und entdecken einen Berg, der sich wie eine Welle beugt und durch das Sonnenlicht kleine Streifen bekommt, als w\u00e4re er tats\u00e4chlich eine Surferwelle. Neben dem Weg steht immer wieder eine Herde Guanacos. Aber anders als in Argentinien auf der Ruta 40 laufen diese hier nicht weg. Sp\u00e4ter sehen wir einen Bus, aus dem die G\u00e4ste ausgestiegen sind und einige die Tier streicheln und wild Fotos schie\u00dfen. Safari! Wir passieren die Stelle und bleiben vor dem Bus stehen. Kleine Guanacos! Eins guckt nach links, eins nach rechts, eins l\u00e4uft herum, eins trinkt.<\/p>\n<p>Wir fahren weiter, immerhin sind wir noch vor der Nationalparkgrenze. Auf einmal sind Nandus neben uns. Wir halten, um zu fotografieren. Vor uns laufen sie sogar \u00fcber die Stra\u00dfe. Diese Tiere kennen das, denke ich mir. Nach einigen Kilometern erreichen wir dann den Parkeingang. Der Eintritt kostet 18000 chilenische Pesos pro Person. Wir stellen uns an, vor uns scheint aber der Busfahrer eines Reisebusses zu stehen. In der Zwischenzeit hat Yaron einen anderen Ranger angesprochen und Zettel bekommen. Schlie\u00dflich sind wir an der Reihe und der Herr fragt mich nach dem Zettel. Da die noch nicht ausgef\u00fcllt sind, guckt er einfach \u00fcber mich hinweg und redet mit dem n\u00e4chsten.<br \/>\nIch bin sauer. Was soll das? Widerwillig f\u00fclle ich den Zettel unvollst\u00e4ndig aus. Wir gehen wieder zum Schalter und bezahlen. Der Herr wollte nicht mal die Passnummer kontrollieren.<br \/>\nDa es so warm ist, muss ich mich drau\u00dfen einiger Kleider erleichtern und es geht weiter.<\/p>\n<p>Jetzt f\u00fchle ich mich wirklich wie auf Safari. Die Erfahrung von eben hat uns etwas die Lust genommen. Wir sehen jetzt zwar die Torres n\u00e4her als vorher, daf\u00fcr gibt es kaum noch Guanacos, keine Nandus, aber daf\u00fcr eine Menge Touristen. Wir fahren vorbei an H\u00fcgeln, die kaum mit Vegetation bedeckt sind und langsam fragen wir uns, ob wir\u00a0hier h\u00e4tten zelten wollen. Das ist zwar grunds\u00e4tzlich nur auf den offiziellen Zeltpl\u00e4tzen hier erlaubt, aber die sind auch nicht sch\u00f6ner und \u00fcberf\u00fcllt. Die kleinen Seen mit Schilf und die gro\u00dfen mit ihrem t\u00fcrkisblauen Widerschein beruhigen alles etwas. Doch dann kommt schon von hinten ein Bus in unm\u00f6glichem Tempo angerast und wir f\u00fchlen uns bedr\u00e4ngt. Ich frage mich langsam, was hier sch\u00f6n sein soll, wenn alles so hektisch und respektlos zugeht.<\/p>\n<p>Als wir am Parkplatz zum Wasserfall Salto Grande ankommen, trauen wir unseren Augen kaum. Busse mit laufendem Motor, Touristen mit lauter Musik aus ihren Telefonen. Das ist in der s\u00e4chsischen Schweiz aber anders. Wir fahren wieder weiter und haben jetzt auch keine Lust mehr den anderen kurzen Wanderweg anzufahren. Die unerwartete Hitze spielt auch eine Rolle, aber irgendwie wollen wir doch zur\u00fcck. Also fahren wir wieder Richtung Parkausgang und Mylodon-H\u00f6hle. Die Stra\u00dfe ist mittlerweile so schlecht, mit tiefen Schlagl\u00f6chern \u00fcberall und Schotter, dass wir noch einmal froh sind das Auto genommen zu haben. An einem Aussichtspunkt halten wir noch einmal an. Hier ist niemand und die Ruhe und der weite Ausblick \u00fcber die Landschaft sind eigentlich das, was wir vorher erhofft hatten. Hier weht der Wind st\u00e4rker und weil wir Hunger haben, ziehen wir weiter.<\/p>\n<p>Die Strecke zum Mylodon, ein ausgestorbenes Riesenfaultier, von dem man in einer H\u00f6hle wohl Knochenreste gefunden hat und was durch Charles Chatwin bekannt geworden ist, ist nicht besser. Aber wir kommen an. Schulbusse und laute Kinder in Massen stehen da und wir fragen uns, ob es nur ein ung\u00fcnstiger Tag war. Wir wollen es versuchen und wollen die Jacken aus dem Kofferraum holen. Es ist wohl nicht unser Tag. Die Kofferraumklappe klemmt und geht nicht auf. Da wir am n\u00e4chsten Tag nach Punta Arenas fahren wollen, geht es also jetzt eilig zur\u00fcck zur Autovermietung, damit irgendwer unsere Jacken wieder herausholen kann &#8211; meine samt Pass.\u00a0Schlie\u00dflich kehren wir ins Hostel zur\u00fcck und kochen uns Abendessen.<\/p>\n<p>So hatte ich mir den Ausflug nicht vorgestellt. Aber wir sind ja hier zum Motorradfahren<\/p>\n<p>Lg Madl<\/p>\n<p>PS: <a href=\"http:\/\/www.findelmundo.de\/wp\/bilder\/puerto-natales-und-pn-torres-del-paine\/\">Bildergalerie zu den Torres del Paine<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Guanacos. Guanacos, Guanacos, Guanacos. Und noch mehr Guanacos. Und Nandus. Nicht so viele, aber mehr als bisher auf der Reise auf einem Fleck. Bis zur Nationalparkgrenze. Wir haben uns ein Auto gemietet, da die Strecke Schotterpiste sein soll und wir sicher mehrere Tage br\u00e4uchten f\u00fcr die fast 400 km \u201eRundfahrt&#8220;. 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